Juchacz Marie

Marie Juchacz

 

“Eine der großen Begabungen von Marie Juchacz war, dass sie verstand, Menschen für die von ihr vertretenen Ideen zu gewinnen, ja sie zu begeistern; sie scheint ständig auf der Suche nach Menschen gewesen zu sein, von denen sie erwarten durfte, dass sie für die fachliche und wohlfahrtspolitische Entwicklung des Verbandes hilfreich sein könnten.”

 

Lotte Lemke

 

Marie Juchacz ist eine der bemerkenswertesten Frauen der sozialdemokratischen Frauenbewegung. Aus einfachen Verhältnissen stammend, entflieht sie nach einer glücklosen Ehe mit ihren Kindern und ihrer Schwester Elisabeth der Enge der Provinz und zieht nach Berlin. Dort engagiert sie sich in der späten Kaiserzeit für die SPD und steigt langsam in der Parteihierarchie auf. Nach dem 1. Weltkrieg wird sie zu einer der prägendsten Politikerinnen der jungen Republik und widmet sich gleichzeitig dem Aufbau der von ihr begründeten “Arbeiterwohlfahrt”. Der Nationalsozialismus zwingt sie ins Exil, wo sie erst ihre Kraft für die konkrete Hilfe anderer Flüchtlinge und nach Kriegsende für die Hilfe der notleidenden Bevölkerung in Deutschland einsetzt.

Als erste Frau die jemals in einem deutschen Parlament gesprochen hat und als Gründerin der Arbeiterwohlfahrt zählt sie zu den großen Frauen der deutschen Sozialdemokratie.

 

Eine Langfassung des Textes finden Sie hier als Download in PDF.

Marie Juchacz net

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